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 Aller Anfang ist schwer...

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Bildungsfern-Seher



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BeitragThema: Aller Anfang ist schwer...   Do Nov 27, 2008 1:05 am

Joar, so wie es aussieht ist aller Anfang schwer. Also mit was fängt man an, fängt man überhaupt an oder drückt man sich davor bis es wer anderes macht.
Ich hatte heut in meiner Ringvorlesung ein, für mich, spannendes Thema und da ich keine Zeit hatte es dort ausführlich zu diskutieren, will ich es nun hier in die Runde werfen (auch wenn die runde eigentlich recht klein ist).
Grundlegend geht es zum Thema Menschenbilder, also, wie sieht der Mensch sich selbst in Bezug auf die Gemeinschaft, Moral und Ethik.
Ein Thema wo eigentlich jeder Mensch, ab einem gewissen Alter zu Wort melden kann.

Dazu möchte ich jetzterstmal nur ein paar Thesen in den Raum werfen und schauen, was ihr dazu sagt. Nicht nur was eure Meinung ist, sondern auch wie ihr diese belegen würdet, wenn ihr sie verteidigen müsstet.

Erste These wäre die, dass zwar jeder Mensch ein Menschenbild hat, dass dieses Menschenbild aber nicht das eigene ist, sondern man in ein bestimmtes Bild hineingeboren wird und in der Kindheit so manipuliert wird, dass man eigentlich gar nicht vom eigenen Menschenbild sprechen kann.
Im Anschluss an diese aussage die These, dass man früher oder später beginnt eben das vorgegeben Menschenbild zu untersuchen und für sich zu entscheiden ob ich es annehme oder es ändere.
Und anschließend an diese These die Aussage, dass wenn man solch einen "Selbstfindungsprozess" durchlebt, man eigentlich nicht zu einem Ende kommen kann, ihn also nicht zum Abschluss bringen kann, seinen Sinn des Lebens oder seine Erfüllung zu finden.

LEst es euch durch, fragt wenn ihr was net verstanden habt, überlegt euch, inwieweit ihr euch den Aussagen anfreunden könnt oder wie ihr ihnen widersprechen würdet, ich sag auch was dazu keine Angst.
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kenny

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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Do Nov 27, 2008 6:27 pm

Servus!
Ähm ja dann fangen wir doch gleich mal an produktiv zu sein...

Erstmal ähm Tyger bitte erkläre genauer was du unter einem Menschenbild verstehst, weil sonst das Gespräch eh gleich im Sand verläuft^^

Aber mal allgemein zu deiner These: Eigentlich trifft diese These auf alle Meinungen die man hat zu.
Politische Meinungen wären hier ein super passendes Beispiel, diese Übernimmt man zunächst dem direkten Umfeld aber früher oder später muss man schon drüber nachdenken und reflektieren ob das überhaupt so stimmt oder nicht.
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Meridan
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Fr Nov 28, 2008 10:35 pm

Menschenbild hat er ja soweit erklärt ^^
Problem ist schon der Begriff an und für sich, denn in dem Moment, in dem wir über Menschenbilder reden, bedeutet das schon, dass wir ein Menschenbild haben und nutzen.

Deine 3 Thesen kenne ich als allgemeingültige und durch die Sozialisierungstheorie bestätigte Theorien.
Entwicklungspsychologisch beginnst du als Kind deine Umwelt nachzuahmen und dazu gehört auch die Übernahme von Menschen- und Weltbildern etc. Nur das dieser Prozess weit später erst kommt.
Abgeschlossen ist er meiner Meinung nach nie, denn du kannst ja im Prinzip deine Standpunkte immer ändern. Bzw. gibt es die Theorie, dass man alle 7 Jahre etwa eine Entwicklungsphase durchmacht, in der man auch seine Standpunkte und Weltbilder überdenkt. Es gibt im Prinzip nur sehr wenige Dinge, die das ganze Leben lang gleich bleiben.

Und Kenny, gerade bei den politischen Meinungen wage ich zu behaupten, dass fast niemand in der Lage ist, sie selbst zu entwerfen, sondern man wird eher immer von außen beieinflusst. Vielleicht in unterschiedlichem Maße, aber auch ein politischer Wechsel (siehe Beispiel SPD in Hessen) ist immer von außen bedingt.
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Bildungsfern-Seher



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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Sa Nov 29, 2008 3:42 am

@Kenny:
Ein Menschenbild ist im Grunde ein Selbstverständnis.
Wie würdest du das Handeln von Menschen beurteilen.
Moralisch gut oder schlecht, ethisch vertretbar und nicht vertretbar.
Zum Beipsiel Todesstrafe, es gibt Leute die finden diese Strafe gerecht und haben keinen Skrupel sie einzusetzen, andere sagen, dass sie es ethisch und moralisch nicht vertreten können.
Da prallen zwei unterschiedliche Menschenbilder aufeinander.

Weiter zu deiner Aussagen, die Thesen passen auf viele Dinge.
Da würde ich spontan ne Gegenfrage stellen.
Und zwar, ob du mir einen Bereich auf den die Thesen passen, nennen kannst, der nicht vom jeweiligen Menschenbild abhängt. *gg*

@Meri:
Joar tolle Sache, aber du gehst nciht voll auf die Thesen ein.
Wenn man sagt, dass die Leute manipuliert werden und eigentlich nur nachahmen, dann sind sie ja in ihrem Denken, wenn du es so willst unfrei.
Sie können sich nicht eigenständig weiterentwickeln oder wirklich von sich behaupten, dass es ihre Meinung ist.
Und wenn das, wie du sagst bewiesen ist, dann kann niemand behaupten, dass er in eienr Demokratie frei leben kann.
Er ist ja in seinem Menschnebild unfrei, weil er bestimmte Werte oder Moralschlüsse nur nachahmt.

Diesem Punkt würde ich aber widersprechen.
Klar wird man manipuliert oder in eien bestimmte Richtung geschubst.
Da jeder Mensch, seine Kinder nach SEINEM Menschenbild erzieht, da es für ihn, seiner Meinung nach, dass beste ist.
Dennoch denke ich, dass jeder Mensch irgendwann in der Lage ist, selbst zu entscheiden, ich find das gut oder nicht.
Bewiesen oder nicht, es gbit genug Beispiele bei denen Kinder eben nicht durch ihre Eltern geprägt sind, später sogar in eine völlig andere Richtung schlagen und sich frei von ihren Wurzeln entwickeln.

Auch würde ich sagen, dass der Prozess der Selbstfindung zumindest temporär abgeschlossen sein muss.
Man kann nur über etwas diskutieren, was man voll und ganz begriffen und von dem man absolut überzeugt ist.
Und da sehe ich das Problem darin, dass man sagt "Ja der Prozess ist nie abgeschlossen und das verändert sich dauert".
Wenn niemand sich wirklich komplett gefunden hat, wird er leichter von Meinungen und Argumentation von seinem Standpunkt verdrängt, als wenn er davon überzeugt ist.
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Mo Dez 01, 2008 10:15 pm

Ok ok ich glaub ich hab den Begriff Menschenbild verstanden auch wenn er meiner Ansicht nach eher unpassend ist... Ich drücks mal einfach aus: Das Menschenbild ist, dass was jeder für sich persönlich als richtig und falsch versteht... Hoffe ich hab das richtig verstanden... mh

@ Meri im ersten Teil von deinem Post stimm ich dir zu. Auch wenn ich die Theorie mit den 7 Jahren eher anzweifle ;-)

aber im zweiten Teil geb ich dir nicht ganz recht. Klar man wird bei politischen Fragen von außen beeinflusst, nunja das wird man ja auch in anderen Fragen. (Irgendwie halt immer würd ich sagen) Ist halt jedem selbst überlassen in wieweit man das Gerede anderer einfach akzeptiert oder selbst nochmal drüber nachdenkt.

Nun zum Tiiischer:
Ok so wie ich Menschenbild verstanden habe kann ich dir spontan keinen Bereich nennen bei dem das der Fall ist... bin aber gerade irgendwie verwirrt egal wurscht übergehen wir das xD xP

Muss dir zustimmen man hat zwar ein durch Erziehung vorgekautes Menschenbild, aber wie du sagst man denkt irgendwann drüber nach und sagt entweder Ja oder Nein.

Öhm aber deinen letzten Teil raff ich nicht. Also gut man kann nur über etwas diskutieren was man begriffen hat ist irgendwie klar (lol und ich schreib vorher ich raff es nicht sehhhhrrr gut) Aber wieso muss ich überzeugt von etwas sein um es zu diskutieren???
Achso du meinst diskutieren im Sinne von mein Standpunkt is besser als deiner? Hm dann hast du Recht dann muss man von seinem Standpunkt überzeugt sein. Aber so eine Einstellung ist doch eher unproduktiv um eine Diskussion zu führen, weil man eh nich offen für andere Argumente ist und diese sich dann auch nicht anhören muss, weil man ja eh bei seinem Standpunkt bleibt egal oder dieser richtig ist oder falsch...

Ich behaupte einfach mal dreist (auch weil gleich Simpsons kommen)
Ja niemand hat sich komplett gefunden, weil es unmöglich ist und es ist gut wenn man sich neue Argumente anhört und drüber nachdenkt, dann kann man sich immernoch dafür oder dagegen entscheiden.

Irgendwie seh ich deswegen auch nicht dein Problem...
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Bildungsfern-Seher



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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Di Dez 02, 2008 12:10 am

@Kenny:
Den letzten Teil, mein ich net so wie du ihn wiedergegeben hast.
Von seinem Standpunkt überzeugt sein ja.
Von seinem Standpunkt völlig eingenommen sein, dass man nicht mehr konstruktiv in einer Diskusion abwägen kann, wie lange der Standpunkt tragbar ist, nein.
Ich hab viel mehr gemeint, dass es viele Leute gibt, die zwar ihr eigenese Menschnebild geschaffen haben, sich aber wenn einer ankommt und sagt "so und so ist das viel besser" sofort sagen, ja das find ich auch und sich von einfachsten Argumenten von ihrem Standpunkt entfernen.
Man sollte soweit von seiner Sache überzeugt sein, dass man sich wenigstens so lange verteidigt, wie man Gegenargumente findet.

Das Problem das ich hab ist dann eben das, dass es viele Leute gibt, die behaupten "der Prozess ist nie abgeschlossen", weil sie eben zu diesem Typus gehören.
Sie lassen sich leicht von wem anderen überzeugen, sind nicht kritisch genug und nehmen temporär die Meinung an, die ihnen glaubhaft gemacht wurde.
Und diese Leute diskutieren dann darüber, ob ein Selbstfindungsprozess abschließbar ist oder nicht.
Das finde ich paradox und unathentisch.
Wäre so wie wenn ein Deutschlehrer, jeden Tag nach eienr anderen Rechtschreibreform korrigiert und dann behauptet, dass es ja eh eine vollendete Rechtschreibreform gab.
Dem würd ich auch sagen, dass jede Reform für sich, temporär abgeschlossen war und nur weil sich Bruchteile an anderen orientieren und sich viele Leute leicht davon überzeugen lassen, war sie immer ncoh abgeschlossen.
Weiß zwar net ob es über dieses Beispiel richtig klar wird was ich mein, aber ich finde es passend.
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Di Dez 02, 2008 10:57 pm

Hm Nein du drückst es in meinen Augen falsch aus.

Man sollte solange von einer Sache überzeugt sein wie man von ihr überzeugt ist.

Aber ok ok ich weiß was du sagen willst^^
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Di Dez 09, 2008 3:00 am

Ich denke das lässt sich weiter differenzieren.

Nur weil ich meine Meinung und meine Standpunkte ab und an ändere, heißt das noch nicht, dass ich einknicke. Ich weiß nicht, wieviele Menschen es von dem "ich übernehme den neusten Standpunkt" Menschen gibt, aber es werden ein paar sein. Dennoch glaube und hoffe ich, das sich das Groß in der Mitte trifft. Daher mal folgende theoretische Dreiteilung:

konservativ: bleibt seinem Standpunkt bis in den Tod treu

ausgewogen: reflektiert und beschäftigt sich mit sich und seinem Menschenbild

stark liberal: übernimmt ständig neue Bilder, je nachdem, was er hört oder wie es gerade passt

Die Begriffe sollen keine politische Wertung beinhalten, ich fand sie einfach passend. Aber vielleicht kann man sich ja auch den ausgewogenen Typen konzentrieren, dem wie ich meine die Mehrheit angehört. Auf diesen Typus passen deine angeführten Thesen sehr gut und es entspricht auch dem Bild des politische gebildeten Bürgers.
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Mi Dez 10, 2008 11:22 pm

Hmm sry Merry aber ich denke nicht, dass man die Leute in solche Katigorien einteilen kann, denn jeder reflektiert ja immer (ob bewusst oder unbewusst) deswegen lassen sich Menschen nicht so einfach in Schubladen stecken, weil es auch immer auf das Thema ankommt und darauf welche Argumente man wie dieser Person vermittelt...

ich hoffe es is deutlich was ich meine find es gerade schwer es passend auszudrücken...

aahhh nochmal der menschenbild begriff... es geht aber nich darum das jeder mensch "moralisch" ist oder?
sry aber der begriff is in meinen augen einfach nur verwirrung stiftend
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Meridan
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Do Dez 11, 2008 2:49 am

Also mit moralisch hat das Menschenbild meiner Meinung nach nicht zwangsläufig zu tun, jetzt könnten wir natürlich auch über den Begriff der Moral sprechen (Insider, hoffe Jojo ließt das hier jemals ^^)

Und das jeder Mensch reflektiert halte ich für ein Gerücht. Unbewusst reflektieren geht schlecht, denn wie will ich über meine Meinung ein Einstellung nachdenken, ohne es zu merken?
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Do Dez 11, 2008 10:24 pm

Bezüglich bewußt und unbewußt hatte ich gestern wieder ne schöne Ringvorlesung, über Menschenbilder innerhalb der Psychoanalyse, aber lassen wir das.
Ich geb Meri Recht, man kann nicht unbewußt reflektieren, da refkletieren heißt, dass man sich bewußt mit einem Thema auseinandersetzt.

Dass das Menschenbild nicht zwangsläufig mit Moral zu tun hat hingegen halte ich für falsch, denn auch die Moral spielt in ein Menschenbild hinein.
Deshalb prallen gerade bei Diskusionen über Menschenrechte Menschenbilder unterschiedlicher Religionen, Nationen, Überzeugungen aufeinander.

Bestes Beispiel für Moral und Menschnebilder ist der Beitritt der Türkei in die EU.
Wer bei dieser Diskusion behauptet, es habe nichts mit Moral und Ethik zu tun und man hat da nicht diskutiert, weil völlig unterschiedliche MEinungen und eben auch Menschenbilder aufeinander getroffen sind, der lügt in meinen Augen.

Wenn man eine klare Vorstellung vom Menschen hat, gehört es auch dazu, dass man eine Meinung dazu hat, wie man sich diesem gegenüber verhalten muss.
Darf man ihn körperlichen strafen, demütigen, wie hart darf die Strafe für Vergehen einees Menschen gehen etc. pp.
Wenn mein Menschenbild die Nächstenliebe beinhaltet, werde ich mich zwar mit Gefängnisstrafen anfreunden, aber nicht mit so etwas wie einer Todesstrafe.
Und das hat auf jedenfall etwas mit Moralvorstellungen zu tun, die für mich unabdingbar sind, um ein Menschenbild zu formen.
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Fr Dez 12, 2008 12:32 am

hmm ok mit dem Reflektieren geb ich euch recht... Reflektieren beinhaltet in der Tat schon einen bewussten Vorgang.

Hmm Meri also wenn du nun sagst, dass du es für ein Gerücht hälts, dass jeder Mensch reflektiert, dann müssen wir glaub nochmal anfangen, dachte wir hättet geklärt das man Meinungen zuerst eingeimpft bekommt, dann später wenn man alt genug ist sich gedanken drüber macht und sie dann annimmt oder ablehnt.

Und so tun es meiner Ansicht nach auch "Konservative" und "extrem Liberale" irgendwelche guten Argumente überzeugen sie einfach bei ihrer Meinung zu bleiben, oder diese häufig zu wechseln.
Das kann man nicht einfach ohne selbst dem Argument zuzustimmen...

Es sei denn wir reden von Menschen die heucheln, also sagen sie stimmen dem neusten Trend zu aber in ihrem tiefsten Kern doch dagegen sind.

Oder Bayern, die heimlich die Grünen wählen xD

mh aber irgendwie hatten wir das glaub alles schonmal so gesagt oder so ähnlich...

@ Tyger:
*sfz* jetzt kommt glaub der Punkt den dein Bruder vermeiden wollte =)

MORAL!!! *tusch spiel*
Und zwar sollten wir bevor wir diesen Begriff überhaupt verwenden ihn selbst einmal Diskutieren.
Denn ich vertrete die Ansicht Moral ist nur ein gesellschaftliches Blabla, wie man sich zu verhalten hat und was man darf und was nicht usw. Und vorallem vertrete ich die Ansicht man handelt NIE moralisch und deswegen ist es auch irgendwie einfacher diesen Begriff NICHT zu verwenden. Is einfach ein Begriff der einem ein schlechtes Gewissen machen soll mehr nicht.


Sooo wenn du nun Lust hast diesen Begriff zu diskutieren dann können wir das gerne machen aber wohl besser in einem neuen Thread wird umfangreicher denk ich mal. Können es aber auch erstmal lassen, falls kein Bedarf an einer Klärung des Begriffes besteht...
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Bildungsfern-Seher



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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   Fr Dez 12, 2008 1:31 am

@Kenny:
Warum in einem extra Thread?
Ich ahbe doch gesagt, dass es für mcih genau zu diesem Thema gehört und wenn man ein ganzes untersuchen will, muss man zunächst alle Teilaspekte untersuchen, um auf das Gesamte schließen zu können (ohoh, das hört sich an wie der lyrische Sokrates bei Platon).

Du denkst also Moral ist ein gesellschaftliches blabla?
Ok und warum tötest du keinen Menschen?
Weil du Angst hast verhaftet zu werden oder weil du teif in deinem Innern einfach glaubst das es falsch ist einfach so ein anderes Leben auszurotten?

Klar ist viel was in der Öffentlichkeit über Moral diskutiert wird nur Heuchelei und leere Drohung.
Und klar gibt es gesellschaftliche Moralvorstellungen die einem bestimmten Zweck dienen, nämlich, dass die Leute innerhalb der Gsellschaft bestimmte Dinge nicht tun.

Dennoch würde ich für mich persönlich unabhängig dessen, was mir der Staat als Moral vorgibt, auch moralische Prinzipien unterscheiden.
Und das der Staat nicht immer moralisch ist, so wie du es ja als eine Art Lüge hinstellst, sieht man in der Rechtssprechung.
Hat sicher schon jeder von euch den Spruch gehört "den Prozess hat er verloren, aber er ist der moralische Sieger".
Heißt das er kein Recht dazu hatte, es aber jeder nachvollziehen kann, nach einer moralischen Ideologie.
Und das man NIE moralisch handelt wage ich zu bezweifeln.
Jeder Mann oder jede Frau die wegen Selbstjustiz vor Gericht kommt, hat nach eigenen Moralvorstellungen gehandelt und die Strafe einer Tat selbst bemessen und das Urteil vollstreckt.
Beispiel, einem Vater wird der Sohn misshandelt und umgebracht, er tötet den Verantwortlichen, weil es für ihn moralisch gerecht ist eben jenem das Leben zu nehmen.
Er hat wider der Gesellschaft gehandelt und der allgemeinen Rechtslage, aber für sich selbst moralisch richtig.
Mit diesem Beispiel, hab ich deine Aussage, essein nur gesellschaftlich widerlegt und ein Beispiel gezeigt in dem jemand nach seinen persönlichen Moralvorstellungen handelt.

Ich sehe es zweigeteilt.
Als erstes muss man ein Menschenbild und auch die Moral im Umfeld sehen.
D. h. da der Mensch auf eine Gesellschaft angewiesen ist, muss man zwischen allen Individuen einen Kompromis der Moralv- und Menschenvorstellungen finden, anders geht es ja nicht.
Dennoch kann jeder für sich persönliche Moralvorstellungen haben, die er in seinem Denken und beim Diskutieren anbringt, jedoch nach denen er nicht zuwider der Gesellschaft handeln darf, da er dort der allgemeinen Vorstellung unterliegt.
Angenommen ich bin US-Staatsbürger und halte es für falsch, dass man eine Todesstrafe verhängt.
Ich kann es persönlich ablehnen, muss mich aber in den USA beim Prozess damit abfinden, dass es andere gibt, die die Todesstrafe für moralisch vertretbar halten.
Damit heuchle ich nicht, da ich offen bekunden kann, dass ich es falsch finde. Dahingehend ändern, dass es als Gesetz getilgt wird, kann ich es nicht, solange die Gesellschaft in der Mehrheit anderer Meinung ist.
Ähnlich ist es mit einem Menschenbild, man kann sein eigenes haben und sollte es auch haben, ähnliche wie eine Moralvorstellung (im Vergleich dazu, das bereits gesagte, dass man über das vorgegeben Menschenbild reflektieren sollte).
Aber man muss immer im Hinterkopf haben, dass man in einer Gesellschaft lebt und dadurch kompromisbereit sein muss.
Nicht in dem Sinne, dass mein seinen eigenen Standpunkt ohne diskusion aufgibt, aber zumindest den anderen akzeptieren muss.
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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   So Dez 14, 2008 5:10 pm

Okay warum ist Moral also ein Gesellschaftliches Blabla?

Zunächst muss man sich klar
machen, aus welchen Gründen man die Dinge macht, die man macht.
Wenn man es rational bis auf den
Ursprung zurückverfolgt ist es IMMER der Egoismus der uns
antreibt. Man versucht immer, dass zu tun was einem für einen
selbst am Besten erscheint.
In vielen Fällen leuchtet, dass
sofort ein. Beispiel: Man hat Hunger also ißt man etwas.

Gut. Aber wenn man immer seinen eigenen
Egoismus verfolgt, wieso helfen dann manche Menschen alten Leuten
über die Straße? Vordergründig betrachtet haben diese
Menschen ja nichts von ihrer Hilfe, also wo kommt da der Egoismus ins
Spiel?

Ganz einfach sie fühlen sich danach besser oder wollen den Dank der alten Menschen oder wollen
dadurch anderen Menschen drumherum zeigen wie toll sie sind, dass sie
doch sooo selbstlos helfen.

Und wenn es nur ist um das eigene Gewissen zu befriedigen. Es ist ein egoistisches Handeln.

Gleichzeitig macht man vor jedem handeln auch eine quasi kosten nutzen Rechnung im Gehirn. Also
Aufwand zu Ergebnis. Man wägt ab was einem am sinnvollsten für
einen selbst erscheint in dem Moment und handelt dementsprechend.

Es gibt also kein selbstloses Handeln sondern nur egoistisches.

Was hat das aber soweit jetzt mit Moral zu tun? Und warum ist Moral nur
Blabla?

Ich versuche, das mal mit einem Beispiel zu erläutern ich glaube,
dass geht einfacher.

Also ein religiöser Mensch mit starken „Moralvorstellungen“ hilft
aus reiner nächsten Liebe schwerkranken Menschen und opfert sich
dabei auf ruiniert seine Gesundheit usw... Der handelt doch selbstlos
und moralisch oder etwa nicht? Naja eher nicht... Und zwar da er ein
sehr moralischer Mensch ist, gibt es ihm ein gutes Gefühl wenn
er anderen helfen kann, vorallem wenn es im Einklang mit seiner
religiösen und gesellschaftlichen Moral steht. Er wägt also
ab, wie es ihm selbst besser geht oder was er für sich am besten
findet. (indem Fall helfen leiden oder nicht helfen und nicht
leiden). Er entscheidet, dass er sich besser fühlt wenn er
anderen hilft egal wie weit dass seine Gesundheit ruiniert. Ob diese
Entscheidung rational war oder nicht spielt keine Rolle. Aber sie war
in jedem Fall auf den eigenen Vorteil bedacht und nicht Moralisch.

Dazu muss ich aber glaub noch ein gegen Beispiel bringen sonst wird es
nicht deutlich... Oje noch mehr Beispiele... naja machts einfacher.
Also wenn man an der S-Bahn Station einen Bettler sieht und Mitleid
hat, dann wird man überlegen: „Hmm oh ich wenn ich ihm nen
Euro geb ist mein doofes Mitleid weg... Joa doch der Euro ist mir das
gute Gewissen wert.“ Zack gibt man den Euro und fühlt sich
gleich besser.
Anderer Tag wieder S-Bahn station mist man hat das essen vergessen naja hab
ja noch nen Euro dann reichts ja nachher um was zu kaufen. Oh nein
das ist der Bettler!!! Man hat Mitleid und das Gewissen sagt
befriedige mich. Und jetzt wägt man ab was für einen besser
ist: Nett sein Gewissen befriedigen und Hungern oder schlechtes
Gewissen und was zu beißen haben. Die Entscheidung muss keine
rationale sein, sie kann auch irrational und unlogisch sein, für
einen selbst ist sie immer die in dem Moment am Besten erscheinende
Handlung.

Worauf ich eigentlich hinaus will ist, dass man zwar Handlungen moralisch
vor anderen Begründen kann, aber das man IMMER abwägt was
das Beste für einen selbst ist.

Von daher ist Moral nur ein Wort ohne jegliche Bedeutung. Einfach eine
leere Worthülse.

Argh! Ich hoffe es ist halbwegs klar was ich sagen wollte ich fürchte
eher nein aber ich warte mal auf deine Anwort vielleicht kann ich es
mit Hilfe deiner Kritik noch einleuchtender für dich Begründen.


Aber zu deiner Mordfrage xD Also ehrlich mal ne Gegenfrage, was hab ich
davon jemanden einfach so zu töten? Eher nichts... Also lass ich
es... Falls ich irgendwann merke ich hab Spaß am töten
mach ich es vielleicht, aber ich denke das ist nicht der Fall. Oder
wenn mich jemand bedroht oder Menschen die mir Nahe stehen, ja warum
sollte ich ihn dann nicht kalt machen bevor er das mit mir tut? Nur
weil es „Unmoralisch“ ist? Ich werd mir dann überlegen hmm
was is besser Tod zu sein oder töten und dafür vielleicht
ins Gefängnis kommen? Ich denke dann müsste der andere halt
sterben mein Leben ist mir dann doch wichtiger.


Zu deinem anderer Meinung sein und trotzdem nicht heucheln usw. Ja
stimmt du heuchelst nicht weil du deine Meinung sagst, aber du
heuchelst weil du nicht zugibst dich besser zu fühlen wenn
niemand auf dem elektrischen Stuhl stirbt sondern weil du es als
moralische Einstellung verkaufst und somit vorgibst selbstlos zu
Handeln.

Hmm aber soweit solls erstmal reichen, freu mich aber schon auf deine
Antwort =)
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kenny

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BeitragThema: Re: Aller Anfang ist schwer...   So Dez 14, 2008 5:21 pm

Meri Dein Forum Formatiert nicht so wie es soll und ich bekomm das gerade auch nicht hin... Bitte das mal zu entschuldigen... *genervt ist*
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